Ich bin achtzehn Jahre alt und im Moment in der Ausbildung zur Fachangestellten Gesundheit (FaGe) im dritten Lehrjahr. Der Beruf und die Ausbildung gefallen mir sehr gut, ich finde die pflegerische Arbeit sehr interessant und abwechslungsreich. Da sich meine Ausbildung allerdings bereits dem Ende zuneigt, befasse ich mich derzeit mit der Frage, wo ich eine Stelle suchen soll. Im Spital? Im Altersheim? Bei der Spitex? Auswahl habe ich zum Glück genug, doch es fällt mir schwer, mich zu entscheiden. Während der Ausbildung habe ich ein Intensivpraktikum bei der Spitex Zürich, genauer gesagt bei der Privaten Hauspflege Spitex (PHS), absolviert. Das war eine sehr spannende Zeit, obwohl ich anfangs noch skeptisch war, da ich mich selbst immer eher in der Kinderbetreuung gesehen habe. Nachdem ich mit den Themen und Herausforderungen älterer Menschen aber vertraut war, hat die Arbeit bei der Spitex richtig Spass gemacht. Es war bereichernd, den älteren Menschen zuzuhören, ihre Geschichte zu erfahren und sich mit ihnen über die Situation heute und früher zu unterhalten. Es gab auch Klienten, die unzufrieden waren mit ihrer Lage oder die vom Leben enttäuscht schienen. Ihnen tat es besonders gut, mit jemandem über ihre Sorgen und Befürchtungen zu sprechen. Im Praktikum habe ich erfahren, wie unterschiedlich die Menschen mit schwierigen Themen, wie beispielsweise eine schwere Krankheit oder auch mit dem Sterben umgehen. Während einige Klienten sehr ruhig und distanziert über solche Themen sprachen, taten sich andere damit sehr schwer.
In meiner Tätigkeit bei der Spitex habe ich sehr viel gelernt. Ich besuchte eine interne Weiterbildung zum Thema Wohnen im Alter. Die Angestellten der Privaten Hauspflege Spitex wurden in diesem Kurs unter anderem auf gefährliche Stolperfallen aufmerksam gemacht, die in jedem Haushalt lauern.
